Donnerstag, 14. Dezember 2017

[Rezension] "Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat" von Dr. Seuss

"Wie der Grinch Weihnachten gestohlen hat" von Dr. Seuss
Copyright: Rogner und Bernhard
Ich bin ein megariesengroßer Weihnachtsfan! Man muss mich gewaltsam daran hindern, überall im Haus bunte, blinkende Lichterketten aufzuhängen. Singende Plastik-Weihnachtsbäume versetzen mich in einen peinlichen Tanzrausch und wenn Tiny Tim in der Muppets-Weihnachtsgeschichte sein Leben aushaucht, steht hier jedes Jahr eine Großpackung Taschentücher parat. Einer ganz speziellen Weihnachtserzählung gehört mein Herz, seit sie in den 80ern erstmals als Trickversion über den Bildschirm flimmerte - die Geschichte vom Grinch, ein grünpelziger Kerl, der Weihnachten über alles hasst. Und nein, ich meine nicht die furchtbar aufgemotzte Verfilmung mit Jim Carrey, sondern den etwa 20minütigen Zeichentrickfilm von 1966, der fast 1:1 auf dem Buch von Dr. Seuss basiert, das in Amerika zu den Klassikern der Kinderliteratur zählt, hier aber erst viel später bekannt wurde.

Dienstag, 12. Dezember 2017

[Rezension] "Hinter der blauen Tür" von Marcin Szczygielski

"Hinter der blauen Tür" von Marcin Szczygielski
Copyright: Sauerländer Audio
Jetzt, wo es draußen richtig fies, nass und kalt ist, machen wir es uns nachmittags oft zuhause mit einem Hörbuch gemütlich. „Hinter der blauen Tür“ passte da perfekt - die Geschichte ist für Kinder und Erwachsene spannend und wird von Peter Shaw alias Jens Wawrczeck fantastisch gelesen. Wir hatten das Buch aufgrund des Covers allerdings völlig falsch eingeschätzt und mit einem verträumten Abenteuer gerechnet. Wie man sich irren kann! 
Es beginnt direkt mit einem Schock, bei dem uns kurz die Luft wegblieb. Im einen Moment begleitet man Lukasz und seine Mutter noch auf einer Autofahrt in den Urlaub, im nächsten Moment … rast der Wagen gegen einen Baum. Schwer verletzt kommen beide ins Krankenhaus und Lukasz' Leben ändert sich auf einen Schlag. Sein Bein macht Probleme. Die Mama liegt im Koma. Dann taucht eine Frau auf, die behauptet die Schwester seiner Mutter zu sein und die Lukasz mit ins "Hohe Kliff" nimmt, eine einsame Pension auf dem Lande, in der Lukasz eines Tages eine Tür zu einer anderen Welt entdeckt - die Silberwelt.

Samstag, 9. Dezember 2017

[Rezension] "Der Geisterbaum" von Dirk Walbrecker und Doris Eisenburger

Einen wunderschönen Winter wünschen wir euch allen, mit Schneeflocken im Wind, glitzernden Lichterketten und heißen Getränken. Heute möchte ich auf eine Reise in die Vergangenheit mitnehmen – in meine Kindheit. Von den vielen, vielen Gruselbüchern, die meine Bibliothek bewohnen, gibt es eines, das mir besonders am Herzen liegt, eines, mit dem ich aufgewachsen bin. Als ich noch zu klein zum Selberlesen war, hat meine Mama mir vorgelesen und ich habe auf den Bildern den kleinen Waldgeist gesucht, der fast auf jeder Seite zu finden ist.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

[Rezension] "Ritter Rost und das Gespenst" von Jörg Hilbert und Felix Janosa

 "Ritter Rost und das Gespenst" von Jörg Hilbert und Felix Janosa, Bilderbuch
Copyright: Carlsen
Bei der Vielzahl an Kinderbüchern, die den Buchmarkt überschwemmen, ist es für mich manchmal sehr schwierig, ideenreiche Geschichten für meinen Sohn zu finden, die ihn auch wirklich interessieren. Hinzukommt, dass sich seine Interessen stetig ändern. Im Moment hat er eine Ritter-Phase und alles, was dieses Thema betrifft, ist für ihn furchtbar spannend, wie Ritterburgen, Ritterhelme und Geschichten über Ritter. Scheinbar ist mein Sohn mit seiner Vorliebe nicht allein, weil es zahlreiche Bücher über die Helden in Rüstungen gibt. Einen ganz besonderen Ritter durften wir erst kürzlich kennenlernen: Ritter Rost. Das Besondere an diesem rostigen Helden ist, dass er eigentlich keiner ist. Er hält sich zwar für den schönsten, klügsten und stärksten Ritter, aber wenn es wirklich gefährlich wird, schickt er lieber jemand anderen vor und versteckt sich. Und trotzdem sind die Geschichten rund um Ritter Rost einzigartig und eine willkommene Abwechslung zu den typischen Büchern für Kinder, weil es sich nicht nur um eine illustrierte Geschichte zum Lesen handelt. Vielmehr lässt es sich als ein Musical für Kinder beschreiben, welches man hören, singen und auch lesen kann.

Dienstag, 5. Dezember 2017

[Rezension] "Demon Road - Höllennacht in Desolation Hill" von Derek Landy

"Demon Road - Höllennacht in Desolation Hill" von Derek Landy
Copyright: Loewe
"Höllennacht in Desolation Hill" ist der zweite Band der Demon Road Trilogie von Derek Landy. Wer den ersten Teil kennt, weiß, dass es bei diesem Mix aus Humor und Horror zum Teil sehr unappetitlich wird und man bei der Altersempfehlung zweimal hinsehen sollte. Mir hatte der Auftakt gefallen und ich fand auch die Fortsetzung gut - mit  Einschränkungen. Der Plot entfernt sich vom zusammenhanglosen stop and go und ist nahezu ausschließlich in Desolation Hill angesiedelt, dem Ort, den Amber und Milo ausfindig machen wollten, weil sie hofften, dort unsichtbar für den Leuchtenden Dämon zu sein.
 

Leider liegt der Fokus damit nicht automatisch stärker auf Milo und Amber. Derek Landy führt eine große Riege neuer Protagonisten ein, die zum Teil eigenständige kleine Nebenhandlungen einleiten - unter anderem zwei im Dauerstreit liegende Senioren, ein Gestaltwandler, eine Busmannschaft à la Scooby-Doo-Trupp, diverse Stadtbewohner, Serienkiller und Polizisten. Die Figuren sind amüsant, mir waren es aber zuviele und ich hatte schon kurz nach dem Lesen viele Namen wieder vergessen. Vor allem gerieten mir die Hauptpersonen zu oft ins Hintertreffen. Glen hat nur zwei, drei Szenen. Milos Vergangenheit ist immer noch unklar. Besonders von Amber, deren dämonische Seite stärker wird und die einige Konflikte mit sich austrägt, hätte ich gerne mehr gesehen. Für mich standen am Ende viele Fragen im Raum und ich hatte nicht das Gefühl, den Charakteren bedeutend näher gekommen zu sein.