Dienstag, 25. April 2017

[Rezension] "Guides - Die erste Stunde" von Robison Wells

Guides - Die erste Stunde von Robison Wells
Bildquelle: HarperCollins
„Guides - Die erste Stunde“ von Robison Wells ist - kurz gesagt - ein Fun-Read, eine unterhaltsame, spannende Geschichte für trübe Regennachmittage oder einen Sonnentag auf einer Decke im Park (sofern die Temperaturen  irgendwann nochmal über 10 Grad steigen). Das Buch wäre eine prima Vorlage für einen Hollywoodfilm. Man müsste nichts verändern, sondern könnte es 1:1 als Drehbuch übernehmen. Und das meine ich nicht negativ, sondern als Lob. Ich hatte einige Stunden lang viel Spaß mit den Guides und habe vor allem teuflisch lange herumgeknobelt, was es mit dem Rätsel um die Aliens auf sich hat … bin aber trotzdem nicht auf die Lösung gekommen. Der Autor hat mich gekonnt in die Irre geführt und einige Male überrascht.

Worum geht’s?
Um ein riesenhaftes Raumschiff, das mitten in Minnesota auf die Erde gestürzt ist und dabei zehntausende Menschen unter sich begraben hat. Niemand weiß, was sich in dem gigantischen UFO befindet, denn auch nach Tagen hat sich kein Ausstieg geöffnet und sich kein einziger Außerirdischer gezeigt. Möglicherweise ist das auch gut so, denn dass die Aliens nach diesem tragischen Crash wirklich Gutes im Sinn haben, wird von vielen bezweifelt. Auch von der 17-jährigen Alice, die von ihrem Vater, der für die NASA arbeitet und die Absturzstelle erkundet, auf ein Internat ganz in der Nähe der Katastrophe geschickt wird und damit eine beängstigende Nähe zu den Ereignissen hat.

Montag, 24. April 2017

Neuzugänge

BücherIch hoffe, ihr hattet alle einen wunderschönen "Welttag des Buches" und habt diesen Tag gebührend gefeiert. Wahrscheinlich hatte nicht jeder das große Glück einen am Sonntag geöffneten Buchladen zu finden. Glücklicherweise war mein Lieblingsbuchladen geöffnet und ich konnte zur Feier des Tages noch drei neue Bücher in mein Regal entführen.
Aber auch schon an dem Freitag vor dem Welttag des Buches gab es schon ein großartiges feierliches Ereignis, denn viele Verlage öffneten ihre Türen und ließen neugierige Buchfans in ihre heiligen Hallen. Da ich viele großartige Verlage in der unmittelbaren Nähe habe, gab es auch hier zahlreiche Veranstaltungen zur Aktion #Verlagebesuche. Die Qual der Wahl stellte sich mir jedoch nicht, denn der Königskinder Verlag war auch mit von der Partie. Was ich dort erlebt habe, berichte ich in den nächsten Tagen.

Samstag, 22. April 2017

[Rezension] "Digby #2. Zu cool zum Sterben" von Stephanie Tromly

"Digby. Zu cool zum sterben" von Stephanie Tromly
Bildquelle: Oetinger
Ich weiß nicht, wann genau es passiert ist. Irgendwann zwischen Band 1 und Band 2 bin ich zum absoluten Fangirl dieser Teenager-Detektiv-Serie mutiert. Dabei hatte ich durchaus einige Kritikpunkte zum ersten Buch. Die Handlung war mir teilweise zu überdreht und warum sich Zoe so unreflektiert an den doch ziemlich dreisten Digby gehängt hat, habe ich auch nicht ganz verstanden. Viele Aktionen der beiden Hauptfiguren blieben mir ein Rätsel und doch hatte alles so unglaublich viel Charme, dass ich unheimlich neugierig auf die Fortsetzung war und ihr richtiggehend entgegen gefiebert habe. Ein riesengroßer, nein, ein megariesengroßer Stein, ist mir vom Herzen gefallen, als ich nach den ersten Seiten von „Digby #2. Zu cool zum Sterben“ merkte, dass Autorin Stephanie Tromly anscheinend meine Gebete erhört und sich all meine Kritik auf wundersame Weise in Luft aufgelöst hatte. Das Buch war ein Highlight und „Digby“ hat sich zur echten Lieblingsserie gemausert. Aber der Reihe nach.

Fünf Monate nachdem Zoe und Digby einen Drogenhändlerring enttarnt haben und Digby sich anschließend mit einem überraschenden Kuss von Zoe verabschiedet hat, um weiter nach seiner vor Jahren verschwundenen Schwester Sally zu suchen, ist Digby wieder da. Nur ist Zoes Leben in der Zwischenzeit weitergegangen. Einiges hat sich verändert. Während Digby zuvor noch Zoes einziger Vertrauter war, da diese frisch in die Stadt gezogen ist und niemanden kannte, hat Zoe nun Freundinnen und mit Austin auch einen festen Freund. Doch Digby hat offenbar neue Spuren im Falle seiner Schwester und bittet Zoe abermals um Hilfe. Nur, wie das so ist bei Digby, seine Pläne sind nicht immer ganz durchdacht und die Katastrophen programmiert.

Donnerstag, 20. April 2017

[Rezension] "Ein Jahr im Wald" von Emilia Dziubak

"Ein Jahr im Wald" von Emilia Dzuibak, Bilderbuch
Bildquelle: arsEdition
Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, macht mich eine Sache sehr traurig: Ich hatte als Kind eigentlich keine Bücher - weder Bilderbücher noch Kinderbücher. Das lag vor allem daran, dass meine Eltern keinen Sinn für schöne Bücher hatten und selbst nicht gerne lasen. Erst als ich in die Schule kam und mehr oder weniger dazu gezwungen wurde bestimmte Bücher zu lesen, bekam ich Zugang zu einer fantastischen Welt, in der alles möglich war. Dank meines Sohnes kann ich jetzt einiges nachholen, was ich damals verpasst habe und es ist so schön, dass wir zusammen die Bücherwelt entdecken können. Dabei ist es sehr interessant zu beobachten, wie sich der Buchgeschmack meines Sohnes entwickelt. Vor ungefähr einem Jahr war es noch möglich, ihm einfach ein Buch vor die Nase zu halten, das er sich dann einfach angesehen hat – meist ohne eine Reaktion hervorzurufen. Heute bemerkt man sofort, ob es ihn interessiert, oder eben nicht. 

Als mir vor einigen Tagen „Ein Jahr im Wald“ von Emilia Dziubak aus meinem Postkasten entgegenfiel, wusste ich sofort, was zu tun ist: Ich musste das Stündchen Ruhe (Mittagsschlaf meines Sohnes) nutzen, um mir dieses Exemplar etwas genauer anzusehen – wohl wissend, dass mein Sohn es nach seinem Schläfchen sofort an sich reißen würde. Schließlich ist es ein Wimmelbuch und beschäftigt sich mit einem seiner Lieblingsthemen: Tiere im Wald.

Dienstag, 18. April 2017

[Rezension] "Das Licht und die Geräusche" von Jan Schomburg

"Das Licht und die Geräusche" von Jan Schomburg, Roman
Bildquelle: DTV
Kann eine Geschichte gut geschrieben und dennoch so schlecht erzählt sein, dass man als Leser überhaupt keinen Zugang zur Handlung und deren literarischen Figuren bekommt? Absolut! Mein letzter literarischer Ausflug hat es bewiesen. „Das Licht und die Geräusche“ von Jan Schomburg ist ein Buch, das ich nur schwer mit Worten beschreiben kann. Nicht etwa, weil es so bedeutsam und großartig ist, sondern weil es mich wahrhaftig zur Verzweiflung gebracht hat. Denn einerseits ist der Schreibstil Schomburgs wirklich außergewöhnlich, aber die Schilderungen von den Ereignissen und den literarischen Figuren sind alles andere als gelungen. Was anfangs so vielversprechend klang, entpuppte sich rasch als trivial und als eine reine Zeitverschwendung.

Dass Freundschaften zwischen Frauen und Männern etwas schwierig sind, ist allseits bekannt. Das betrifft auch die Freundschaft von Johanna und Boris, denn auch hier sind eher leidenschaftliche Gefühle im Spiel. Sehr zum Unmut von Johanna ist Boris jedoch in Ana-Clara verliebt. Bis vor Kurzem stellten Johannas heimliche Gefühle für Boris kein Problem dar. Aber als Ana-Clara dann aus ihrer Heimat Portugal anreist, wird es für Johanna sehr schwer ihre Emotionen zu verbergen und die Freundin ihres besten Freundes zu tolerieren. Eines Tages verschwindet Boris und beide Rivalinnen müssen sich auf die Suche nach ihm begeben und sich irgendwie miteinander arrangieren.