Montag, 20. Februar 2017

[Rezension] "Hör mal: Die Jahreszeiten" von Anne Möller

"Hör mal: Die Jahreszeiten" von Anne Möller, Kinderbuch
Bildquelle: Carlsen
Mein Sohn und ich sind Wiederholungsleser. Wenn uns eine Reihe überzeugen konnte, greifen wir meist auch zu den Folgebänden. Wie bei „Hör mal: In der Natur“ von Anne Möller, ein Soundbuch, das meinen Sohn begeistert hat. Mit „Die Jahreszeiten“ ist nun ein weiterer Band aus der „Hör mal“- Reihe bei uns eingezogen, bei dem ich es sehr bedauere, dass es nicht schon früher verfügbar war.

In „Hör mal: Die Jahreszeiten“ von Anne Möller gibt es, auf sieben Doppelseiten mit farbenfrohen Illustrationen, eine Menge zu entdecken: Einen Traktor, der die Felder für die Saat vorbereitet, zwitschernde Buchfinken, die sich ein Nest bauen, summende Hummeln und raschelnde Blätter.

Samstag, 18. Februar 2017

[Rezension] "GötterFunke. Liebe mich nicht" von Marah Woolf

Buch: GötterFunke. Liebe mich nicht von Marah Woolf
Bildquelle: Oetinger
Fast vier Jahre sind vergangen, seit ich „MondSilberLicht“ von Marah Woolf gelesen habe. Ein Buch, das ich in einer Leserunde zusammen mit der Autorin und vielen begeisterten Teilnehmern gelesen habe. Leider schwappte die Welle der Begeisterung nicht zu mir hinüber und ich musste mich zwingen, diese Geschichte zu beenden und eine Rezension zu schreiben. Trotz meiner Kritik bedankte sich Marah Woolf für die Buchbesprechung und wünschte sich, dass ich es irgendwann noch einmal mit einem Buch aus ihrer Feder versuchen soll. Vier Jahre hat es gedauert, bis ich diesem Wunsch nachgekommen bin und ihr neuestes Werk „GötterFunke. Liebe mich nicht“ gelesen habe. Warum gerade dieses Buch? Ganz einfach: Ich bin ein Coverfetischist! Aber nicht nur das Cover zu diesem Buch ist großartig, auch die Inhaltsbeschreibung klang sehr vielversprechend.

Die Geschichte handelt von Jess, die sich für den Sommer nichts sehnlicher wünscht, als nur ein paar entspannte Wochen mit ihrer besten Freundin in einem Sommercamp zu verbringen. Doch dann trifft sie Cayden, der sie sofort fasziniert, obgleich er ganz eigene Ziele verfolgt: Der Göttersohn versucht inkognito unter den Menschen eine Vereinbarung mit Zeus zu erfüllen: Er muss ein Mädchen finden, das ihm widersteht. Nur dann gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Jess ahnt nichts von seinem göttlichen Geheimnis, auch nicht, dass Cayden ihre beste Freundin erwählt hat, um seine Vereinbarung zu erfüllen.

Donnerstag, 16. Februar 2017

[Rezension] "Manege frei! Bist du dabei?" von Nastja Holtfreter

Kinderbuch: Manege frei! Bist du dabei? von Nastja Holtfreter
Bildquelle: Magellan
Als Kind habe ich die wunderbare und vor Aufregung knisternde Atmosphäre im Zirkus, die Darbietungen der Akrobaten, Künstler und der exotischen Tiere geliebt und ich wäre gerne ein Teil dieser ungewöhnlichen Welt gewesen. Als Kind stellte ich mir dieses Leben so frei von Grenzen und spannend vor und machte mir kein Bild davon, was wirklich dahintersteckt. Aus der heutigen Sicht würde ich mich gegen einen Besuch im Zirkus entscheiden, um das Leid der Tiere nicht zu verstärken. Doch was wäre, wenn die Tiere das Kommando übernehmen und sie ihre eigene Show inszenieren würden? Das wäre auf jeden Fall ein Grund wieder in den Zirkus zu gehen, oder ein ganz besonderes Bilderbuch zur Hand zu nehmen: „Manege frei! Bist du dabei?“ von Nastja Holtfreter.

Vorhang auf für den ersten Zirkus, der von Tieren geleitet und inszeniert wird! In „Manege frei! Bist du dabei?“ erleben wir eine ganz andere Form von Zirkus. Eine, die fast ohne Menschen auskommt, denn hier haben die Tiere den Zauberstab in der Hand oder den Direktorhut auf. Hier tummeln sich urkomische und heldenhafte Tiere, die waghalsige Zirkusnummern vorführen. Ganz ohne menschliche Hilfe kommen sie jedoch nicht aus, denn sie benötigen für ihren Auftritt Hilfe von kleinen und mutigen Lesern, damit ihre kunstvollen Vorführungen auch gelingen ...

Dienstag, 14. Februar 2017

[Rezension] "Bluescreen" von Dan Wells

Bluescreen - Dan Wells, SciFi
Bildquelle: Piper
Schon seit den 80er Jahren haben Cyberthriller ihren festen Platz in den Regalen der Buchläden. Doch in letzter Zeit erfreuen sich gerade im Jugendbuchsektor dystopische Zukunftsszenarien allergrößter Beliebtheit. Dabei ist es gar nicht leicht als Autor den richtigen Geschmack der Leser zu treffen. Denn oft müssen stimmige Technikdetails und ein logischer Plot zugunsten der sehr viel populäreren Dreiecksbeziehungen und jeder Menge Herzschmerz zurücktreten, oder die Menge an versierten Computerbschreibungen übersteigt den Unterhaltungswert, indem man mit einem Wörterbuch für Cyberslang durch den Text ackert. Der neue Jugendbuch-Roman von Thrillerautor Dan Wells, "Bluescreen", macht hier zum Glück einiges richtig - auch wenn er auf ein paar Trends und Hipster-Klischees hätte verzichten können.

Samstag, 11. Februar 2017

[Rezension] „Die Mississippi-Bande. Wie wir mit drei Dollar reich wurden.“ von Davide Morosinotto

Die Mississippi-Bande. Wie wir mit drei Dollar reich wurden - Davide Morosinotto
Bildquelle: cbj Audio
Jane Austen hat sinngemäß einmal geschrieben: Ein gutes Buch ist immer zu kurz! Und so ist es. Die richtig guten Geschichten möchte man nicht gehen lassen. Man möchte nie wieder aus ihnen auftauchen. Man möchte sie festhalten und in ihnen verweilen.
Dass dieses Gefühl ein einfaches Kinderbuch bei mir auslöst, ist äußerst selten und wohl seit Harry Potter nicht mehr vorgekommen. Als ich jedoch die letzten Minuten von „Die Mississippi-Bande.Wie wir mit drei Dollar reich wurden.“ von Davide Morosinotto gehört hatte, war ich ohne Übertreibung todtraurig. Ich hatte keine Lust irgendetwas anderes zu hören oder zu lesen. Ich wollte am Bayou bleiben, am Mississippi, im Chicago der Jahrhundertwende. Ich wollte einfach nicht weg von dort.
Die Mississippi-Bande. Wie wir mit drei Dollar reich wurden.“ ist eine der besten Kindergeschichten, die ich jemals hören durfte. Sie ist mit so viel Respekt, Einfühlungsvermögen, Geduld und Herzblut geschrieben, mit so viel Talent für das richtige Maß, so viel Gespür für das kindliche Bedürfnis nach echten Abenteuern. Dieses Buch ist – mir fehlen die Worte - einfach TOLL!
Ich habe es gestern in einer Buchhandlung ordentlich gestapelt auf einem Auslagentisch gesehen und mich gewundert, warum keine Krokodile daraus hervorschnappen, warum kein trübes Flusswasser oder wenigstens etwas Pistolenschmauch aus den Seiten quillt. Das konnte doch nicht sein, dass dieses großartige Buch da einfach sterbenslangweilig auf einem dieser öden Pressholztische liegt. Eines der größten Abenteuer seit Tom Sawyer und Kalle Blomquist. Unfassbar!