Donnerstag, 22. Juni 2017

[Rezension] "Kleine Entdecker: Fahrzeuge" von Ruth Martin und Allan Sanders

"Kleine Entdecker: Fahrzeuge" von Ruth Martin und Allan Sanders, Kinderbuch
Bildquelle: Loewe
Geschlechtsspezifische Erziehung? Nein, danke! Diesen Quatsch mache ich nicht mit. Und wenn mein Sohn mit Puppen spielen möchte, dann darf er das gerne tun. Macht er aber nicht. Und dieses Phänomen fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Wenn er in einen Raum kommt und die Wahl zwischen vielen für Mädchen und Jungen typischen Spielzeugen hat, greift er immer zu Autos, Bagger oder Traktoren. Fahrzeuge sind einfach viel zu interessant für ihn. Mein kleiner Entdecker kann sich stundenlang mit ihnen befassen und greift auch immer wieder zu Bilderbüchern, die dieses Thema aufgreifen. Jedoch kann man ihn nicht mehr mit jedem Bilderbuch locken. Aus diesem Grund haben wir nach einem abwechslungsreichen Buch für Kinder gesucht, welches sich mit dem Thema Fahrzeuge beschäftigt. Wichtig war mir dabei, dass mein Sohn aktiv beim Lesen mit eingebunden wird. Fündig wurden wir beim Loewe Verlag, denn in diesem Verlag gibt es eine brandneue und großartige Buchreihe für kleine Entdecker. Diese beschäftigt sich mit Themen wie Tiere, den Weltraum, den Körper und passenderweise auch mit Fahrzeugen.

Dienstag, 20. Juni 2017

[Rezension] "Das Beste von Astrid Lindgren"

Gibt es etwas Schöneres als abends mit der Familie gemütlich auf dem Sofa zu kuscheln? Ja, mit der Familie auf dem Sofa zu kuscheln und dabei ein gutes Buch zu lesen. Und wenn man dann noch eines liest, dass Jung und Alt gefällt, ist das Glück perfekt. Jedoch muss man so ein Exemplar erst einmal finden. Auf der Suche nach eben so einem perfekten Familienbuch musste ich nicht lange überlegen, wie die literarischen Helden dieser Geschichte sein sollten. Sie sollten wie die Lieblingshelden aus meiner Kindheit sein: stark, aufgeweckt, liebenswert und weil sie immer für einen Streich zu haben sind, wird es nie langweilig mit ihnen. Die meisten dieser literarischen Lieblinge haben noch etwas gemeinsam: sie entspringen der Feder von Astrid Lindgren. Aus diesem Grund sah ich mich für unseren perfekten Familienabend nach einem Buch der Autorin um und wurde fündig.
„Und da war es, als ob irgendetwas in mir vor Freude hüpfte und sprang.“

Samstag, 17. Juni 2017

[Rezension] "The Distance from me to you" von Marina Gessner

The Distance from me to you von  Marina Gessner
Bildquelle: Bloomoon
Die 17jährige Kendra ist ein echter Sturkopf: Als ihre beste Freundin Courtney kurz vor dem lange geplanten Wandertrip auf dem Appalachian Trail abspringt, beschließt sie, sich alleine auf den Weg zu machen und ihren Eltern zu verheimlichen, dass sie ohne Begleitung unterwegs ist. Hoch motiviert beginnt Kendra ihre Mammuttour - 3.500 Kilometer durch mehrere amerikanische Bundesstaaten, die keineswegs immer so verlaufen, wie Kendra sich das vorgestellt hat. Vor allem mit Sam hat sie nicht gerechnet - der gutaussehende Junge, der immer wieder ihren Weg kreuzt und der sie mit seiner undurchdringlichen Art fasziniert und verunsichert.

„The Distance from me to you“ musste ich (Wanderratte mit Campingfaible und Vorliebe für Jugendbücher) einfach lesen. Frische Luft, Berge, Wälder, Zeltplätze und Wanderbekanntschaften. Autorin Marina Gessner hat eine gute Portion Realität und viel tolles Wanderfeeling in ihre frei erfundene Geschichte gepackt und zwei Protagonisten losgeschickt, die sofort meine Sympathie hatten. Kendra, die dickköpfige Akademikertochter, die sich selbst und allen anderen beweisen will, was in ihr steckt und Sam, der nicht ganz freiwillig unterwegs ist, weil seine Familiensituation mehr als schwierig ist.

Donnerstag, 15. Juni 2017

[Rezension] "Es war einmal ... Meine ersten Märchen der Brüder Grimm"

"Es war einmal ... Meine ersten Märchen der Brüder Grimm" , Kinderbuch
Es war einmal …

So beginnen alle Märchen. Und sind es nicht die wunderbarsten Geschichten überhaupt, die uns ein ganzes Leben begleiten und in Erinnerung bleiben? Seit ich denken kann, begleiten mich die Märchen der Gebrüder Grimm und bereichern bis heute mein Leben. Traditionell werden sie von Generation zu Generation weitergegeben. Diese Tradition ist etwas sehr Schönes und auch ich möchte die Welt der Märchen mit meinem Sohn teilen, denn die Botschaften, die diese Geschichten vermitteln, sind zeitlos.

Auf der Suche nach einem geeigneten Märchenbuch für meinen 2-Jährigen bekam ich einen Buchtipp von einer Bloggerin: „Es war einmal … Meine ersten Märchen der Brüder Grimm“ sollte ich mir unbedingt etwas genauer ansehen. Gesagt, getan. Das Buch musste, nach näherer Betrachtung, unbedingt in unser Bücherregal einziehen.

Dienstag, 13. Juni 2017

[Rezension] "Strom auf der Tapete" von Andrea Badey und Claudia Kühn

Hörbuch "Strom auf der Tapete" von Andrea Badey und Claudia Kühn
Bildquelle: Hörcompany
Wer ist mein Vater? Mit dieser Frage entwickelt sich Ron Robert Rankes 16. Geburtstag zu einer Beinah-Katastrophe. Nachdem er ein altes Foto in der Küchenschublade gefunden hatte, stand für ihn fest, dass er seinen Vater finden möchte. Völlig planlos begibt er sich zusammen mit seiner Mitschülerin Clara und einem geliehenen Cabriolet auf die Suche nach dem Unbekannten und durchlebt einige abenteuerliche Turbulenzen, wie Prügeleien und den ersten Absturz mit Alkohol, aber auch sehr intensive und nachdenkliche Momente. 

Nach einer literarischen Figur a lá Ron Robert Ranke muss man lange in den üblichen Jugendbüchern suchen, denn er ist schon sehr speziell und enorm unterhaltsam. Der etwas wasserscheue und warmherzige 16-Jährige wohnt in einer Plattenbausiedlung am Rand von Frankfurt/Oder, und auch wenn Ron Robert meist etwas planlos wirkt, weiß er, wie man sich hier über Wasser hält. Das Leben hat ihn abgehärtet, aber nicht abstumpfen lassen. Genau dieser Punkt war für mich sehr faszinierend. Egal wie schroff seine Umgebung ihm entgegentritt, Ron Robert verliert nie seinen wichtigsten Charakterzug – seine Menschlichkeit. Er hadert nicht mit seinem schwierigen Leben und versucht das Beste für sich herauszuholen.